Finale 2. Bundesliga
Ligafinale am Langener Waldsee
Blendend, wie der ein oder andere das Ligafinale nachdem Zieleinlauf beschrieb, war zumindest das Wetter, vielleicht aber nicht die Gesundheit des ein oder anderen Starters. Der Langener Waldsee begrüßte mit strahlendem Sonnenschein und frisch gemähten Seegrund, so dass sich keine Sorgen gemacht werden musste um kratzende Algen. Dennoch war die Nervosität im Team sehr hoch, denn die Ziele waren hoch gesteckt: Für die Herren galt es den Abstieg aus der 2. Bundesliga zu verhindern und die Frauen wollten ihren sechsten Platz in der Gesamttabelle verteidigen.
Das Herrenteam bestand aus Florian Adami, Andreas Mutschler (SSV Freiburg), Stephan Petrik (SSV), David Schulze (SSV) und Felix Weis (SSV) an den Start. Hier gab es dann überraschende Neuigkeiten, denn bereits die erste Boje, welche lediglich 150m vom Schwimmstart entfernt war, sollte auf der linken Seite gelassen werden. Hierdurch kam es nach dem Start zu einer starken Verengung des Feldes und der Bildung einer gigantischen Waschmaschine. Laut David gab es weder für ihn noch für Stephan ein Fortkommen, sodass sie sich kurzerhand entschlossen einige Meter Brust zu schwimmen. Nach zwei Runden wartete ein Berg mit saftig tiefem Sand am Berg nach dem Schwimmaustieg, welcher zur Wechselzone führte und gleichzeitig die Höhenmeter in die flache Strecke brachte und das Laktat exponentiell in die Beine trieb.
Stephan und David legten Fokus darauf, dass Andreas und Florian die Möglichkeit haben, nach vorne aufzuschließen und beteiligten sich nicht an der Führungsarbeit. Kurz vor dem Aufschließen der Verfolgergruppe kam es zu einem heftigen Sturz, in den auch Florian verwickelt war, das Rennen aber glücklicherweise fortsetzen konnte. An dieser Stelle wünschen wir gute Besserung an die Kontrahenten vom MTV Stuttgart. Indessen schaffte es Andreas, den Anschluss an die Gruppe von Stephan und David herzustellen, sodass die drei zusammen mit einer großen Gruppe auf die abschließenden 5km laufen gingen. Hier erwischte Stephan die besten Laufbeine und kämpfte sich auf Rang 23 ins Ziel. David und Andreas folgten knapp dahinter auf den Plätzen 36 & 37. Gemeinsam mit Flo auf Platz 57 und Felix auf 63. sprang der 11. Platz in der Teamwertung heraus, was zeitgleich den Klassenerhalt bedeutete. Well done - Mission completed!
Bei den Damen war die Situation im Schwimmen nicht anders. Auch hier galt es sich Position um Position nach vorne zu boxen und keine Panikattacke im See zu bekommen. Als erste Freiburgerin kämpfte sich Ellen Hermle den Sandberg hoch, dicht gefolgt von Anna Giesin. Während Ellen mit einer Minute Abstand zur Führungsgruppe den Sprung in die dritte Radgruppe schaffte, musste sich Anna Gesin allein durch die Radstrecke kämpfen - was sie bravourös bewerkstelligte. Kurze Zeit später folgten Lara Sontopski und Ann-Sophie Schönfelder, die jeweils die Radstrecke in einer kleinen Verfolgungsgruppe in Angriff nahmen.
Klares Ziel der Radgruppe von Ellen war es den Anschluss an die Führungsgruppe zu schaffen, sodass ein hohes Tempo gefahren wurde. Dank der guten Zusammenarbeit der Konkurrentinnen kam es 2km vor dem Radabstieg zu einem großen Zusammenschluss der drei Radgruppen. Indes schaffte Lara den Anschluss an Anna, sodass auch diese beiden in einer großen Gruppe zum Radabstieg kamen. Allerdings zahlte sowohl Ellen, als auch Lara und Anna Tribut für ihr beherztes Rad fahren. Mit schweren Beinen kämpften sie sich auf den Plätzen 19., 48. & 50. ins Ziel, dicht gefolgt von Ann-Sophie auf Platz 56. Auch für die Frauen wurde es somit im Tagesergebnis der Platz 11, was schließlich in der Gesamtsaison zu Platz 6 reichte.
Alles in Allem war es eine schöne Saison, mit wenigen Tiefs und vielen Hochs. Herzlichen Dank an den DTU-Ligaleiter Stephan Pollert, an alle Organisatoren und an unsere Sponsoren, die uns diese Saison ermöglicht haben! Nächstes Jahr wird neu angegriffen, aber erstmal verabschieden wir uns in die wohlverdiente Saisonpause.