Vorsicht Stefan Hawaii 2018 am Start

von sport@triteamfreiburg.de (Kommentare: 0)

Er ist dabei

Rennbericht Ironman Maryland (Cambridge, USA)

Die Geschichte zu diesem Rennen begann bereits am Nachmittag des 09. Juli diesen Jahres kurz nach überqueren der Ziellinie des Ironman Frankfurt. Völlig erschöpft aber nicht gänzlich zufrieden mit meiner Leistung hatte ich dieses Rennen hinter mich gebracht. Mir war in diesem Moment klar, dass die Saison damit (bis auf kleinere Rennen) vorbei ist und ich auch in der nächsten Saison erstmal Langdistanzpause mache…

Soviel zur Theorie. Die Praxis sah dann allerdings, wie so oft, ganz anders aus. Bereits 2 Tage nach dem Rennen fingen die Gedanken doch wieder an zu kreisen, ob in dieser Saison nicht doch ein besseres Ergebnis möglich gewesen wäre bzw. ob ich nicht versuchen könnte noch eine 2. Langdistanz draufzusetzten. Nach ein wenig Rechnerei hinsichtlich notwendiger Erholung sowie verkürztem erneutem  Formaufbau war klar, dass ich einen Abstand von etwa 3 Monaten zu Frankfurt brauchen würde, um ein halbwegs vernünftiges Rennen zu absolvieren.

Beim Screening der möglichen Rennen fiel mir dann der IM in Maryland (Cambridge, USA) ins Auge, der am Samstag dem  07.10.17 ausgetragen werden sollte. Nachdem das Wetter dieser Veranstaltung in den vergangenen beiden Jahren schwer zugesetzt hatte, war zumindest zu hoffen, dass es bei der diesjährigen Austragung endlich mal besser sein sollte (ausserdem hatte sich M.Lauk ja nicht zu Rennen angemeldet … J). 

Nachdem die Idee sich erst einmal Einzug in meine Gedanken gefunden hatte,  war die Aktion eigentlich fast schon beschlossen. Vorsichtshalber habe ich aber dann doch noch die Halbdistanz in Malterdingen abgewartet, um zu sehen ob die Form noch reicht und der Körper wieder bereit ist Leistung zu bringen. Die Anmeldung erfolgte dann einen Tag nach Malterdingen. Danach waren dann  natürlich noch eine ganze Reihe organisatorische Dinge zu regeln (berufliche Termine verlegen und Urlaub einreichen, Flüge und Hotel buchen, Leihwagen und Radtransport organisieren etc.), aber das ist ja im Zeitalter der www alles kein grösseres Problem mehr.  

Am Dienstagmorgen den 3. Oktober ging es dann schliesslich im Direktflug nach Washington. Dort angekommen ging es mit dem Leihwagen etwa 3 Stunden nach Cambridge Maryland, einer  Gemeinde mit 12.000 Einwohnern die etwa 200 km südöstlich von Washington am Rande des Blackwater National Wildlife Refuge liegt.  Es war erstaunlich und beeindruckend zu erleben, wie eine so kleine Gemeinde ein solches Event mit immerhin ca. 1300 gemeldeten Teilnehmers stemmt. Gefühlt jeder 2. Einwohner war als Volunteer tätig und die Triathlon Stimmung war im ganzen Ort spürbar. Kein Restaurant oder Diner in dem man nicht drauf angesprochen wurde, vor allem wenn man sich als jemand zu erkennen gab der aus dem Land von „Kienle und Frodeno“ kommt, die auch hier beinahe jedem Triathleten bekannte waren . Auf der anderen Seite ging es im Vergleich zu grossen Rennen wie Roth und Frankfurt insgesamt eher familiär und ziemlich entspannt zu.

Nach einigen Tagen der Akklimatisierung begann das Rennen dann am Samstagmorgen um 6h45. Mit dem inzwischen für IM-Rennen üblichen Rollingstart ging es dann für mich in der Spitzengruppe der Schwimmer in den Choptank River dem Sonnenaufgang entgegen. Leider war die Sicht durch die aufgehende Sonne und leichten Wellengang recht begrenzt, so dass ich die sich bildende kleine Spitzengruppe verpasst habe und weitgehend alleine schwimmen musste. Normalerweise gestaltet sich dieser Teil des Rennens für mich wenig aufregend. Diesmal war es durch die Sichtbehinderung,  gelegentlichem Kontakt mit Feuerquallen und vor allem einer unangenehmen Strömung kein durchweg positives Erlebnis. Nach 3970 m auf der Uhr und sehr mässigen 56:45 min konnte ich das Wasser dann aber doch endlich verlassen und aufs Rad wechseln. Glücklicherweise waren die Anderen nicht viel schneller, sodass ich lediglich 4 oder 5 Athleten vor mir hatte.

Der Radkurs war eher nach meinem Geschmack, vor mir nur vier Athleten auf der Strecke, flach und schnell durch die wunderschöne Marschlandschaft des Natural Resorts. In der ersten Runde war Gas geben angesagt um dem zunächst harmlosen, dann aber stark zunehmendem Wind zu entgehen und auch die zweiten Runde möglichst mit gutem Schnitt zu beenden Das gelang auch ganz gut und ich konnte den Radabschnitt in für mich sehr guten 4h43min hinter mich bringen. Über den abschiessenden Marathon der in 2 ½ Runden durch den gesamten Ort führte braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Wie so oft hiess die Devise Schadensbegrenzung. Von Gesamtplatz 3 nach dem Radfahren wurde ich Stück für Stück auf Rang 20 im Gesamtklassement durchgereicht, konnte aber dennoch meine AK mit 5 min Vorsprung vor dem Zweitplatzierten in einer Zeit von 9h 39min gewinnen.

Neben der Freude über meinen erste AK Sieg bei einem IM Rennen bedeutete dies allerdings auch, dass ich mir Gedanken über den zweiten Teil meines Entschlusses von Frankfurt machen musste – keine Langdistanz in 2018 ?!  Auch diesen Entschluss habe ich über Bord geworfen und für nächstes Jahr den Slot für die Ironman-WM in Hawaii gelöst… Aber jetzt geht es tatsächlich erst einmal in die Saisonpause!

P.S. Wer Fragen zu dem Rennen hat, bzw. selber mal teilnehmen möchte kann sich gerne bez. weiterer Details an mich wenden.

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